Hundeschulen-Verzeichnis

Anti-Giftköder-Training

In letzter Zeit kommt es vermehrt zu Meldungen über Vergiftungen und Attacken gegen Hunde durch Giftköder, die von Hundehassern ausgelegt und von unseren treuen Vierbeinern arglos gefressen werden. Sie können überall lauern und es ist schlichtweg unmöglich, ihnen aus dem Weg zu gehen. Selbst wenn Sie Ihren Hund nur an der Leine laufen lassen, ist die Gefahr zu groß, dass er etwas vom Boden frisst, ohne dass Sie es bemerkt haben. Bei der Wahl der Gifte sind diese Hundehasser sehr kreativ. Ob Rattengift, Giftpflanzen, Frostschutzmittel, Rasierklingen oder sogar Glasscherben, die verlockend duftenden und unauffällig drapierten Leckerlis sind für unsere Hunde unwiderstehlich.

Beim Rattengift mit dem Wirkstoff Cumarin kommt hinzu, dass die Wirkung sich erst einige Tage nach dem Verzehr zeigt. Dieser Wirkstoff sorgt für die Aufhebung der Blutgerinnung. Das Tier verblutet innerlich und stirbt langsam und qualvoll, wenn nicht sofort nach der Aufnahme ein Tierarzt aufgesucht wird, der mit einer sehr hohen Dosis Vitamin K dem tödlichen Gift entgegenwirkt.

Als Symptome zeigen sich Erbrechen, Mattigkeit, blutiger Durchfall und sehr helle Schleimhäute. Später zeigen sich noch Rötungen am Zahnfleisch und Baum, die punktuell auftreten und auf innere Blutungen hinweisen. Um hier nicht Opfer einer solch hinterhältigen Attacke zu werden, ist es unerlässlich, unsere Hunde frühzeitig mit dem Anti-Giftköder-Training auf diese unsäglichen Angriffe vorzubereiten. Folgende 4 Lektionen sollten Sie mit Ihrem Hund bereits ab dem Welpen-Alter trainieren.


1. Lektion - Kein Fressen direkt vom Boden.

Dieser Schritt ist sehr wichtig, denn wenn der Hund nichts direkt vom Boden frisst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er ein Giftköder-Opfer wird, sehr gering. 

Zunächst legen Sie ein Leckerli auf den Boden und stellen dann Ihren Fuß darauf, sodass der Hund es nicht fressen kann. Dabei geben Sie dem Hund ein Kommando, z. B. „Igitt“ oder „Pfui“. Belohnen Sie bei Erfolg Ihren Hund mit einem besonderen Leckerli. Wichtig bei diesem Training ist es, dem Hund zu signalisieren, dass grundsätzlich alles was auf dem Boden liegt, Ihnen gehört.

Dieses Training sollten Sie ernst und konsequent durchziehen, damit der Hund es nicht als Spiel auffasst. Nachdem Sie es im Haus trainiert haben, gehen Sie anschließend in den Garten oder auf eine ruhige Wiese. Wenn diese Stationen gut funktionieren, wagen Sie sich in ein belebteres Gelände. 


2. Lektion - Nur nach Freigabe fressen

Trainieren Sie Ihrem Hund von Anfang an das Fressen nach Freigabe an. Hierbei bereiten Sie das Futter für den Hund vor und hören augenblicklich damit auf, wenn der Hund anfängt zu drängeln. Geben Sie, wenn der Hund ruhig abwartet, das Kommando zum Fressen, z. B. „Friss“ oder „Nimm“. Dieses Prozedere wird anschließend auch im Freien trainiert.


3. Lektion - Gutes Fressen gibt es nur von seinem Menschen

Durch das intensive Training mit Konsequenz und Ausdauer wird der Hund Ihnen glauben, dass nur Sie ihm das beste Futter geben. Denn von Ihnen bekommt er die besten Leckerlis und auch Aufmerksamkeit. 


4. Lektion - Auf Kommando etwas ausspucken

Legen Sie ein Leckerli aus. Wenn der Hund das Leckerli in der Schnauze hat, geben Sie blitzschnell ein Abbruchkommando z. B. „Igitt“ oder „Pfui“ und nehmen es ihm direkt aus der Schnauze. Ihr Hund wird sicherlich zunächst verwirrt sein, aber schon bald wird er, sobald Sie das Kommando geben, das gefundene Leckerli von allein wieder ausspucken.

Das Wichtigste ist, das Training ernsthaft, konsequent und ohne Bestrafung durchzuziehen. Es hat wenig Hoffnung auf Erfolg, wenn Sie nicht stetig mit Ihrem Hund weiter trainieren. Ihr Hund freut sich, wenn er von Ihnen Aufmerksamkeit bekommt und hat großen Spaß an gemeinsamer Zeit mit Ihnen.

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